Christof Kaplanek
 25.04.2018

Startschuss in Dur – Paging-Kongress digital

Der Anfang ist gemacht: Am 23. April trafen sich Initiatoren, Referenten und langjährige Begleiter des Paging-Kongresses in Berlin, um die inhaltlich-strukturelle Ausrichtung der „Digital-Version“ des bundesweit etablierten Fachkongresses zu diskutieren.


Das kreative Ambiente des Soho House Berlin gab der Entscheider-Runde den idealen Antrieb: Ein Haus mit Geschichte und Tradition, innovative Architektur als Antwort auf verspielten Jugendstil und imperialen Klassizismus. „Neue Sachlichkeit“ steht hier im Mittelpunkt. Genau so wurde diskutiert: Klartext – sachlich und zielorientiert für das neue, digitale und nachhaltige Format des Paging-Kongresses. Aber auch emotional, da jeder der Teilnehmer neben aller Sachlichkeit auch mit Herz für „sein“ Thema dabei war und ist.

Mit Albrecht Broemme (Präsident Bundesanstalt Technisches Hilfswerk und Mit-Initiator Paging-Kongress), Hartmut Ziebs (Präsident Deutscher Feuerwehrverband e.V. und Schirmherr Paging-Kongress), Werner Feiler (Polizeivizepräsident München), Hans Georg Jung (Stabsstelle medizinische Gefahrenabwehr Stadt Frankfurt am Main) und Thomas Schäfer (Geschäftsführer Stromnetz Berlin) saßen Hochkaräter am Tisch, die viel zu berichten hatten und haben: Amok-Lage in München, sichere Steuerung von Strom und Energie in der Hauptstadt, akute Notfallversorgung in Hessen – alles Themen, die bewegen und zum Denken und Handeln anregen sollen. Auch zum Entscheiden. Für mehr Sicherheit durch zuverlässige Kommunikation.

A. Broemme, D. Gollnick, K. Hütten, T. Schäfer, H. G. Jung, W. Feiler, H. Ziebs (v. l.)zoom
A. Broemme, D. Gollnick, K. Hütten, T. Schäfer, H. G. Jung, W. Feiler, H. Ziebs (v. l.)

Klar ist jetzt: Alle sind dabei und möchten einen Beitrag dazu leisten, ihre wertvollen Inhalte zu den Fachthemen rund um Erreichbarkeit und Kritische Kommunikation einer noch breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Digital, nachhaltig und interaktiv.

Das Organisations-Team des Paging-Kongresses bereitet gegenwärtig zahlreiche Einreichungen und Beiträge der hochkarätigen Referenten für den nutzerorientierten Erkenntnisgewinn aller an CritComms-Themen Interessierten vor. Was wann wo genau zur Verfügung stehen wird – wir halten Sie auf dem Laufenden. Hier und auf allen unseren Kanälen – digital und persönlich.

Aktuelle Informationen finden Sie hier: 

CritComms 2018 Paging-Kongress

Christof Kaplanek
Kommunikationsberatung und Medienunterstützung
Hoschke & Consorten

 
 
 
Programmbeirat CritComms
 16.04.2018

CritComms 2018: Digitaler Nationaler Paging-Kongress

Zum 12. Mal findet der Nationale Paging-Kongress statt. Diesmal mit dem Zusatz „CritComms“ und mit einem noch breiteren Themenfeld. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die wirklich hochkarätigen Referenten arbeiten an ihren Beiträgen.


Alarm, Logistik, Energie - Eine echte digitale Konferenz

Die Themen reichen von den Blackout-Herausforderungen für Alarmierung und auch Logistik über die Themen des Digitalfunks für BOS und wie dort in Zukunft kommuniziert werden soll bis hin zu einer Steuerung im Energieverteilnetz, die beiträgt, Energiewende bezahlbar sein zu lassen. Spannend.

CritComms 2018 digitalzoom

Es soll Klartext gesprochen werden

Immer mehr der Gäste für den Kongress CritComms und auch viele, die gern teilgenommen hätten, bedrängen uns: Ein Kongress ist heute nicht unbedingt mehr etwas, was an ein und denselben Ort führt. In Zeiten von sogar virtueller Realität wurde gefragt, ob nicht statt einiger hundert Teilnehmer nicht doch lieber Tausenden die Teilnahme ermöglichen werden sollte. Da der Kongress schon immer vorne in der Entwicklung war – siehe auch das Jahr 2003, was für den Beginn der Kongresse steht – musste sich der Programm-Beirat darüber Gedanken machen. Der Nationale Paging-Kongress CritComms ist etwas anderes als das x-te Treffen zu möglichen Träumen im Mobilfunk. Und es ist auch keine der teuren Veranstaltungen der Konferenz-Profis, die da bevorzugt in London oder Barcelona stattfinden. Die Zielgruppe von CritComms arbeitet heute und täglich mit Technologien, die zuverlässig, modern und in Nutzung sind. Tagtäglich. Zeit für ein Meeting ist manchmal schwer zu finden.

Auch einige der – profilierten und gleichzeitig aus der Praxis kommenden – Referenten sprachen die Organisatoren zu einer weiteren Vergrößerung des Auditoriums mittels Digitalisierung an. „Macht doch einen virtuellen Kongress. Lasst ihn 3 Monate stattfinden und 2 Jahre nachwirken.“ – war zu hören. Dialog findet heute im Netz statt.

Die Idee – wie sieht das neue Konzept aus?

Wissen und Erfahrung sind heute Bestandteile, die Anwender erwarten. Und zwar dann, wenn sie nach Wissen, Expertise, Rat und Erfahrungen suchen. Und zwar dort, wo sie es suchen: im Web. Der Kongress wird in einem entschieden modernisierten Format umgesetzt. Ein Format, das Information strukturiert und dem Teilnehmer/ Interessierten die Wahl lässt.

Es geht dabei um eine gesellschaftlich etablierte Art der Entscheidungsfreiheit, wenn es um Information geht. Soweit für die Thematik zutreffend soll bekannten und großen Beispielen der Informationsindustrie gefolgt werden. Statt eines klassischen 2-tägigen Kongresses ein weiter anhaltender Online-Kongress. Der Interessent entscheidet, welche Inhalte wann und wo in Anspruch genommen werden.

Wie sieht das konkret aus?

Das Programm des Kongresses wird umgesetzt und erweitert. Die Vorträge werden in verschiedene und jeweils den Inhalten angepassten Formaten im Netz angeboten. Die „Vortragsformate“ werden Foliensatz, Vortrag mit Tonspur, Video, Interview, Blog-Beitrag oder Artikel sein können. Die Vortragsformate werden durch Programmbeirat und Autor jeweils auf den Inhalt angepasst ausgewählt. Ein Blog-Beitrag spielt jeweils eine wichtige Rolle.

Die Workshops des zweiten Tages werden in dafür geeigneter Form (Manchmal als „Webinar“ bezeichnet) produziert. Viele Vorteile dieses Formates sollen genutzt werden.

Es soll ein viel breiteres Auditorium erreicht werden. Der Zugriff ist zu 100% kostenfrei und zu 100% - bei Bedarf – selektiv. Je nach Interesse.

Werden die Inhalte dann alle auf einmal zur Verfügung gestellt?

Es werden etwa im 2-Wochen-Takt neue Inhalte zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer, die sich bis Ende April angemeldet hatten und noch werden, erhalten die Beiträge unmittelbar kurzfristig nach Bereitstellung. Für alle weiteren Interessenten wird es in etwa 10 Wochen einen Kick-Off im Internet geben. Dieser wird entsprechend öffentlichkeitswirksam begleitet werden.

Wie kann sich der Nutzer proaktiv über neue Beiträge informieren lassen?

Für Nutzer, die bereits angemeldet sind, ist keine Aktivität erforderlich. Für alle weiteren Interessierten wird es Möglichkeiten geben, zu der „Community“ hinzu zu stoßen oder selektiv die Beiträge zu erhalten. Hierfür ist eine E-Mail ans Organisationsteam mit Name, Einrichtung und Interessensgebiet notwendig.

Fragen und Hinweise?  

An das Organisationsteam (Frau Lisa Süße, l.suesse@emessage.de, Tel.: 030 / 4171-1511).

Natürlich gibt es den Themenkatalog bereits in ausführlicher Form. Hier ist er zu finden: 

CritComms 2018 Paging-Kongress

Programmbeirat
CritComms 2018 Paging-Kongress

 
 
 
Wilfred Kranich
 15.03.2018

e*Cityruf auf der LogiMAT 2018 - langjährig Bewährtes als Bestandteil moderner Logistiksysteme

Paging ist eine Technologie aus den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Der Aufmacher vieler aktueller Diskussionen, auch in der Logistik ist Industrie 4.0 und Blockchain. Was also soll Paging heute in der Logistik? Oder hat Sicherheit auch etwas damit zu tun, komplizierte Prozesse in handhabbare Einzelvorgänge zu zerlegen, die man gut im Griff hat?

Ist der Pager interessant für Logistiker respektive Supply Chain Manager?

Nach drei Tagen auf dem Stand der OAS AG bei der LogiMAT 2018 in Stuttgart können wir feststellen:

Ja, der Pager ist interessant.

Als Mittel, Prozesse effizienter zu gestalten, den Abruf der Lkw einfach, schnell und sicher zu organisieren. Und das auch oder gerade in automatisierten Prozessen, die OAS anbietet. Wie in den vergangenen Jahren auch, wurden in Halle 8 zwei Demonstrationslinien aufgebaut – eine mit Pagern zum Aufruf der Fahrer und deren Steuerung durch das Unternehmen entsprechend definierter Schrittfolgen, die andere mit Anzeigetafeln und QR-Codes. Demonstriert wurde mit beiden Linien ein beispielhafter Ablauf, wenn die Werkslogistik mit dem ERP-System des Kunden verbunden ist oder eben noch nicht.
In beiden Fällen wird der Einsatz von Pagern, wenn diese als Idenitfier / Ausweis für den Fahrer genutzt werden, in vielen Anwendungen als sehr sinnvoll angesehen.

OAS Logistik-Terminalzoom
OAS Logistik-Terminal
Stand der OAS AG (Halle 8 / Stand: D66)zoom
Stand der OAS AG (Halle 8 / Stand: D66)
 

Die gestiegene Anzahl der meist recht ausführlichen Gesprächen zeigt, dass das Thema Yard Management weiter einen Stellenwert in der Logistik hat. Die Interessen gehen, mehr als in den letzten Jahren, in Richtung Automatisierung.

Und – hier schließt sich der Bogen zum Textanfang – es ist den Interessenten und Kunden gleichgültig, wie das funktioniert, wie alt die dahinter stehende Technologie ist.

Der Pager ist eingebunden in eine browserbasierte Software der OAS AG. Diese Software bietet auch die Möglichkeit, mobile Geräte von Mitarbeitern der Ladungssicherung oder auf Staplern zu integrieren. Damit kann die Lösung auch in alle modernen ERP-Systeme eingebunden werden, wodurch der „alte“ Pager wieder modern wird.

Falls Sie nicht die Möglichkeit hatten, die LogiMAT zu besuchen, aber vor ähnlichen Herausforderungen im Logistikumfeld stehen, erfahren Sie hier mehr über den Lösungsansatz und die Anwendungsmöglichkeiten:

Alle Details zur OAS- / e*Cityruf-Lösung

Für weitere Informationen oder ein persönliches Gespräch kontaktieren Sie uns auch gern hier direkt:

Kontakt:

Wilfred Kranich / Jens Köhler
Key Account Manager e*Cityruf
Telefon: (030) 4171-0
E-Mail: vertrieb@emessage.de

Die LogiMAT 2018 ist mit ihren 10 Hallen auf etwa 120.000 m² und mit mehr als 1.560 Ausstellern noch größer als in den Jahren davor. Sie bietet einen umfassenden Überblick über Technologien für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement

Abschließend wollen wir an dieser Stelle auch der OAS AG danken, dass wir auf deren Stand mitarbeiten und gemeinsam die e*Cityruf - Pager im modernen Logistik-Umfeld vorstellen konnten.

Wifred Kranich

 
 
 
     
OAS AG
 09.03.2018

Pager orientierte Lösungen für sichere Kommunikation - Yard Automation 4.0

Neben „fahrerresistenten“ Logistic Terminals und mobilen Tablet-Anwendungen bietet die OAS AG im Bereich Werkslogistik ein eigens entwickeltes, webbasiertes Yard-Leitsystem, LOGIS 2.0.

Das System steuert den Werksablauf und kann die Anbindung an kundenseitige Host-Systeme, wie z. B. ERP (SAP), Warehouse-Management-System (WMS) oder Transport-Management-System (TMS), realisieren sowie bei Bedarf eine systemübergreifende Ausgabe von Versand- und Transportdokumenten organisieren. Das erklärte Ziel des ressourcengetriebenen Zulaufs der Verkehre kann u. a. durch Verwendung von Pagern der Firma e*Message, welche im Rahmen des Yard-Durchlaufs automatisch gespendet und wieder vereinnahmt werden, unterstützt werden.

Im Zuge der allgegenwärtigen Diskussion um das Thema Logistik 4.0 hat das Thema Yard Automation in den letzten Jahren eine stetig wachsende Dynamik bei Verladern und Logistikdienstleistern quer durch alle erdenklichen Branchen entwickelt. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand; wird der „Hof“ als verlängerter Arm des Warehouse nicht konsequent gesteuert, können auch an den Rampen bzw. den Be- und Entladestellen keine optimalen Abwicklungsergebnisse erzielt werden. Dies gilt insbesondere dort, wo wachsende Verladevolumina auf beschränkte Ressourcen treffen.

OAS Logistik-Terminalzoom
OAS Logistik-Terminal
Pager-Ausgabezoom
Pager-Ausgabe
 

Die Relevanz des geregelten und sicheren Ablaufes auf dem „Hof“ beginnt bereits an der Einfahrt. Für die Anmelde-Terminals werden sämtliche Dialoge individuell auf die Erfordernisse des Betreibers abgestimmt. Bilder und Grafiken, z. B. für die Sicherheitsunterweisung, werden durch den Betreiber erstellt und zur Laufzeit automatisch in die Bildschirmmasken eingebunden. Der Fahrer wird somit sicher durch eine Ein-Schritt-Bedienung geleitet.

Die integrierte Verifikation von Material und Beladestelle verhindert Fehler bei der Abfertigung von Prozessen. Der Fahrer erhält bei der Auswahl einer falschen Beladestelle einen automatischen Hinweis und wird an den richtigen Beladeort verwiesen.

Vor dem Verlassen des „Hofs“ erfolgt eine automatische Prüfung des Prozesses. Dieser sorgt dafür, dass nur berechtigte Fahrzeuge das Werk verlassen dürfen.

Entscheidende Vorteile, die sich aus einem strukturierten und automatisierten Werksablauf ergeben, sind beispielsweise optimierte Logistikströme, verkürzte Verweil- und Durchlaufzeiten durch bedarfsgerechte Aufrufe, die vollständige Transparenz des Gesamtprozesses aufgrund der Dokumentation mit Zeitstempeln und Fotos sowie die verbesserte Kontrolle des Warehouses.

Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt sich die OAS AG bereits mit der Optimierung von werkslogistischen Prozessen für die LKW-Abfertigung. Das selbstbediente Anmelden der Fahrer, die automatisierte LKW-Verwiegung, der ereignisorientierte Aufruf zur zugewiesenen Ladestelle sowie die Dokumentenausgabe über Logistic Terminals bergen ein hohes Einsparpotential für jeden Betrieb.

Als Pionier und branchenübergreifender Marktführer nimmt die OAS AG vom 23.-24. April 2018 am 12. Nationalen Paging-Kongress in Berlin teil. Mit Vorträgen zu zum Thema „automatisierte, Pager gesteuerte LKW-Abfertigung mit Schrankensteuerung“ tragen Herr Runtemund und Herr Kleschewski von der OAS AG ihren Teil zur Gestaltung des Rahmenprogrammes bei. Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie hier:

Neuer Call-to-Action

Weitere Informationen zum Leistungsumfang der OAS AG finden Sie auf der Homepage www.oas.de .

OAS AG

 
 
 
Dr. Hartmut Ilse
 28.02.2018

e*Nergy / StromPager im "Smart Energy" Bereich erneut auf der E-world 2018

"Smart Cities" war das bestimmende Thema der E-world 2018. Der Weg hin zu Smart Cities – intelligent und energetisch optimal vernetzten Städten – verlangt von Unternehmen und Verbrauchern völlig neue Ideen bei der Energieversorgung.

Mit erstmals 750 Ausstellern aus 26 Ländern und über 25 Tsd. Fachbesuchern aus 73 Ländern war die E-world energy & water 2018 wieder größer als in den Vorjahren und hat damit ihre Position als führende Energiewirtschafts-Fachmesse in Europa unter Beweis gestellt. Nahezu alle großen Unternehmen sowie die breite Innovationsträgerschaft der Branche waren vertreten.

NEU: StromPager DX

Eine der neuen Ideen ist e*Nergy mit dem StromPager, die im Bereich Smart Energy (Halle 6) von den e*Message-Partnern Bosch Software Innovations GmbH und IK Elektronik GmbH auf ihren Messeständen in der neuesten Version "StromPager DX" in Funktion präsentiert wurde. Der StromPager DX unterscheidet sich von seinem "buchstabenlosen" Pendant durch einen Rückkanal über die CLS-Schnittstelle. Damit wurde ein neuer Schritt in der Entwicklung des bereits viele Tausend Male bei der Stromnetz Berlin anstelle der Tonfrequenzrundsteuerung eingesetzten StromPagers realisiert. Wenn bereits jetzt eine hochsichere, den BSI-Anforderungen gerecht werdende, e*Nergy-funkbasierte Stromnetz-Steuerung auch ohne Smartmeter Gateway   möglich ist, so kann mit dem neuen StromPager DX zukünftig auch eine Quittung des Schalt-Vollzugs o.ä. per CLS-Schnittstelle an hoffentlich bald BSI-zertifizierte Smartmeter Gateways gesendet werden. Mit der CLS-Schnittstelle ist für den StromPager der Weg zur Integration in das Smart Grid und zu einer vollwertigen FNN-Steuerbox frei.

Herr Herold (l.) von IK Elektronikzoom
Herr Herold (l.) von IK Elektronik
StromPager DXzoom
StromPager DX
 

Was bedeutet Digitalisierung in der Energiewende?

Trotz aller Innovationen, die durch die Lösungsanbieter zur Digitalisierung der Energiewende auf der E-world gezeigt wurden, ist dieser Markt jedoch noch nicht richtig, oder besser gar nicht, in Schwung gekommen. Die Digitalisierung der Energiewende beinhaltet nicht nur den Ersatz einzelner Komponenten des Energiemarktes, sondern die Umstellung / Digitalisierung der meisten Prozesse u. a. in den Stadtwerken (SW), den Netzen und im "Energiehandel".

Die SW und Verteilnetzbetreiber (VNB) müssen entsprechende Veränderungen Ihrer Prozesse jedoch äußerst vorsichtig angehen, da
- die technischen Voraussetzungen noch nicht durchgehend verfügbar sind, z.B. keine BSI-zertifizierten Smartmeter Gateways, FNN-Steuerboxen u.v.m.
- die ökonomischen Effekte, z. B. aufgrund des sehr engen Preis-/Kosten-Spielraums des Smartmeter-Rollout, bisher kaum bewertbar sind
- keine realistischen praktischen Erfahrungen von SW und VNBs mit der Digitalisierung vorliegen.

Die E-world 2018 hat erneut gezeigt, dass die IT-Dienstleister und Beratungsunternehmen diesen Markt erkannt haben und den SW und VNBs Komplettlösungen zur Umstellung / Digitalisierung ihrer Leistungsprozesse von der IST-Zustandsanalyse über die Komponenten-Beschaffung bis zur Abnahme der neu digitalisierten Leistungsprozesse alles aus einer Hand anbieten. Mit der Entwicklung komplexer Lösungsangebote einher gehen auch verstärkte Firmen-Kooperationen und -Übernahmen / -Beteiligungen. Erfolgreiche Stadtwerke, z.B. Schwäbisch Hall, bieten ihre bisherigen Erfahrungen anderen Stadtwerken an und gründen SW-Kooperationen bzw. eigene Firmen zur Vermarktung von erfolgreichen eigenen Lösungen wie z.B. die Somentec Software GmbH.

Die andere Variante ist der "Verbund", die Gründung von gemeinsamen Gesellschaften von Stadtwerken, wie z.B. TRIANEL und Netzwerkpartner, zur gemeinsamen Einführung von ausgewählten Lösungen, bzw. von Lösungen eines einheitlichen Anbieters, z.B. rku.IT durch TRIANEL.

Einzelne Stadtwerke aber auch SW-Verbünde sowie Verteilnetzbetreiber sind darum sehr zurückhaltend vor dem eigentlichen Beginn der Umstellungsprozesse im Energiemarkt, insbesondere einzelne Komponenten ihrer Leistungsprozesse, z. B. der Netzsteuerung, zu ersetzen. Darum muss auch der StromPager Bestandteil von Lösungspaketen zur Digitalisierung der Leistungsprozesse einzelner Stadtwerke oder ganzer SW-Verbünde sowie von Verteilnetzbetreibern sein.

Indem durch den Regulierer, die BundesNetzagentur, ganz enge Preisobergrenzen vorgegeben sind, hat die Vermarktung des Smartmeter-Rollouts über die Mehrwerte für den Endkunden zu erfolgen.

Mehrwert des neuen StromPagers

Mit folgenden Mehrwert-Argumenten offerieren wir unsere neuen StromPager den Stadtwerken und Verteilnetzbetreibern, bzw. den Digitalisierungs-Lösungsanbietern:

  1. Der Gesamtaufwand zum deutschlandweiten netzdienlichen u. netzkritischen Schalten mittels des e*Nergy-Netzes ist wesentlich geringer als die Mehraufwendungen zur entsprechenden Ertüchtigung / Betrieb des "Messnetzes" der SMGw-Infrastrukturfür ein deutschlandweites netzdienliches u. netzkritisches Schalten.
  2. Ein hybrider Ansatz unter Nutzung von zwei "Netzen", eines zum Messen (und später zum "nicht-prioritären" Schalten) sowie eines (das e*Nergy-Netz) zum prioritären, d.h. netzdienlichen u. netzkritischen Schalten, erhöht die Zuverlässigkeit der Netzsteuerung, bzw. senkt das Risiko eines Ausfalls der kritischen Netzsteuerung um ein Vielfaches.
  3. Die deutschlandweite netzdienliche / netzkritische Steuerung / Schaltung wird dank des hybriden Ansatzes wesentlich (mindestens 5 – 10 Jahre) früher möglich, als mittels Ertüchtigung des intelligenten „Messnetzes“, der SMGw-Infrastruktur.
  4. Die Wirtschaftlichkeit des Smart Meter Rollouts wird dank einer früheren Netz-dienlichkeit wesentlich früher möglich. Alleine diese macht eine schnelle e*Nergy-StromPager-Einführung wirtschaftlich und technisch sinnvoll.
  5. Kopplung beider Infrastrukturen über eine Reihe von Schnittstellen und Bereitstellung eines hybriden und integrierten Gesamtsystems, um z.B. - aktuelle Messwerte auch für Schaltungen mittels e*Nergy bereit zu stellen, - eine zentrale Koordinierungsfunktion (Berechtigungsverwaltung) durch den VNB für beide Infrastrukturen verfügbar zu machen und - EMTs des Messnetzes, prioritäre Schaltungen über e*Nergy zu ermöglichen.

In Funktion zeigen wir die neuen e*Nergy-StromPager auch auf dem Paging-Kongress im April in Berlin. Hier können wir allen Interessenten Details und vor allem die Mehrwerte der StromPager erläutern. Melden Sie sich noch heute hier an!:

CritComms Berlin  Paging-Kongress

Übrigens

Hunderte Unternehmen der Energieversorgungsbranche nutzen zum Teil seit mehr als einem Jahrzehnt einen Dienst, der auf Basis des e*Message-Sicherheitsfunknetzes funktioniert: e*Cityruf für den Schwarzfall und andere ernste Situationen. Mehr dazu hier:

e*Cityruf für Ihren Bereitschaftsdienst

Für weitere Informationen stehen wir gern zur Verfügung. 

Kontakt für Ihre Anfragen

Projektgruppe e*Nergy:

Feliks Vainik
Telefon: (030) 4171-1515
E-Mail: f.vainik@emessage.de

Hartmut Ilse
Telefon: (030) 4171-1420
E-Mail: h.ilse@emessage.de

Hartmut Ilse

 
 
 
Feliks Vainik
 24.01.2018

Webinar StromPager – Erfahrungen, Meinungen, Entwicklungen zum netzdienlichen Schalten

Seit nunmehr gut 3 Jahren schaltet die Stromnetz Berlin GmbH ihre Anlagen mit der StromPager-Technologie. Am 18.01.2018 schilderte der Versorger im Rahmen eines Webinars, seine Beweggründe für und die Erfahrungen mit dem System.

Weitere Themen waren die Vorteile und Funktionsweise der Lösung und die Weiterentwicklung der StromPager-Schaltbox.

Der StromPager seit einiger Zeit zuverlässig im Einsatz bei Stromnetz Berlin

Zunächst berichtete Herr Schaloske von der Stromnetz Berlin über die Entscheidungsgründe für das StromPager-Projekt. Diese ergaben sich hauptsächlich aus den nicht unerheblichen Nachteilen der Tonrundsteuerung. Neben der Tatsache, dass diese Steuerlösung sehr viel Raum beanspruchte, waren auch die notwendigen Ersatzinvestitionen sehr hoch. Es musste also eine platzsparende und kostengünstige Alternative gefunden werden. Da außerdem weitaus mehr als 20.000 Anlagen gesteuert werden müssen, bedurfte es einer Technologie, die massensteuerungstauglich ist, netzdienlich schalten und steuern kann sowie zukunftssicher ist, auch im Hinblick auf den Rollout des Smartgrids.

Nach eingehender Recherche fand man einen Ansatz und entwickelte gemeinsam mit e*Message in einem Projekt die StromPager-Dienstleistung e*Nergy, die auf der bestehenden Pagingtechnologie (CEPT/ETSI: NP2M-Narrowband Point to Multipoint) aufbaut.

e*Nergy ist mit dem StromPager seit mehr als 3 Jahren bei Stromnetz Berlin im Einsatz. Nach anfänglicher Lernkurve funktioniert diese nun sehr sicher mit nahezu 100%ger Ausführung aller Schalt- und Steuerbefehle. Besonders hob Herr Schaloske die Sicherheit der Erreichbarkeit der Anlagen hervor, die sich nicht selten in Kellern oder anderen schwer zugänglichen Räumen befinden. Breitbandige Netze haben hier häufig Probleme in der Durchdringung. e*Nergy ist also eine zukunftssichere und kostensparende Alternative, um alle TFR und Zeitschaltuhren zu ersetzen, die gegenwärtig noch im Einsatz sind. Gute Funkversorgung erspart die Kosten für nachträgliche teure, ortsspezifische Speziallösungen für den Funk.

Strompager Webinar anschauen
Leitstelle Stromnetz Berlinzoom
Leitstelle Stromnetz Berlin
StromPager-Steuerboxzoom
StromPager-Steuerbox
 

Die StromPager-Kommunikationstechnologie als sichere Basis

Herr Hofmann von der e*Message W.I.S. GmbH, dem Betreiber der Kommunikationsnetzwerkes zeigte die Prinzipien der Zuverlässigkeit der genutzten Technologie auf. Durch eine gleichmäßige Verfügbarkeit des Netzes mit hoher Sendeleistung und optimalem Frequenzbereich wird im praktischen Betrieb eine Erreichbarkeit der Anlagen von nahezu 100 % erreicht. Weiterhin stellte er das Sicherheitskonzept heraus. Alle Befehle werden digital signiert, wodurch die Technologie manipulationssicher ist. In dem StromPager-Projekt mit Stromnetz Berlin und den anderen Partnern ist es also gelungen, eine kostengünstige, flexible und vor allem extrem sichere Alternative zum Schalten dezentraler Anlagen zu schaffen.

Die StromPager-Steuerbox: Anforderungen und Entwicklungen

Herr Herold von IK-Elektronik, dem Hersteller der StromPager-Schaltboxen für den ersten Teil des Rollouts, berichtete über die gegenwärtige Entwicklung der Geräte. Zunächst wurde seinerzeit eine 4-Relais-Option hergestellt, die der gegebenen Infrastruktur angepasst wurde, damit die Geräte sofort und ohne Probleme eingebaut werden konnten (Plug & Play). Davon ausgehend wurde zusätzlich eine 2-Relais-Option zum platzsparenden Einbau in Lichtmasten entwickelt, um die Straßenbeleuchtung zu steuern. Eine Hybridvariante mit Rückkanaloption folgt, bei der die StromPager-Technologie für die effektive Massensteuerung und CLS bei Bedarf als Rückkanal zur Rückmeldung an die Leitstelle genutzt wird.

Die StromPager Steuersoftware als Bedienstelle und zur Integration in die Kundeninfrastruktur

Über die Leitstellenfunktionalität sprach Herr Bergauer von Bosch SI, insbesondere über den Fakt, entsprechende Module so zu entwickeln, dass die Lernkurve so niedrig gehalten wird, dass bereits existierende Erfahrung bezüglich Funktionsabläufen und Prozessen nahtlos vom Kunden übernommen werden können, um die StromPager-Lösung entsprechend zu bedienen. 

Diskussion / Schlussfolgerung

Nach der Vorstellung der Lösung und der Präsentation der Erfahrungen konnten die Teilnehmer Fragen an die Referenten stellen.

Eine Umfrage während des Webinars ergab, dass weit mehr als 75% der Teilnehmer nicht daran glauben, dass die lange avisierte FNN-Steuerbox in den nächsten 2 Jahren verfügbar sein wird.

Deshalb interessierte besonders die vielleicht provokatorisch gemeinte Frage eines der überdurchschnittlich vielen Webinar-Teilnehmer, ob es Sinn macht, in etwas anderes als die FNN- Steuerbox zu investieren.

Herr Hofmann beantwortete diese Frage wie folgt: Der StromPager ist zukunftssicher. Er wird auch kombinierbar sein mit allem, was auch immer schon längst fertig sein sollte und ja begründet scheinbar längere Zeit in Anspruch nimmt. Der StromPager ist verfügbar, preiswert und im harten Regelbetrieb erprobt. Er ist durchaus eine ernstzunehmende Alternative oder Ergänzung zur FNN-Steuerbox, auch weil neben der noch ungewissen Zukunft der Steuerbox in Bezug auf deren Einführung die Sicherheit eine besondere Rolle spielt. Jede bidirektionale Abbildung schafft auch Sicherheitsrisiken und öffnet Hackern ein weiteres Tor zum möglichen Angriff. Angriffsszenarien werden durch den StromPager merklich reduziert. Da der Rückkanal meistens über GSM läuft, ist die Erreichbarkeit ebenfalls kritisch. Außerdem ist die Wirtschaftlichkeit der FNN-Steuerbox in Frage gestellt, weil eine „richtige“ Massenschaltung gegenwärtig technologisch nicht machbar ist, im Gegensatz zum StromPager.

Aufgrund der zahlreichen Hackerangriffe in verschiedenen Bereichen stand die Sicherheit bei den Webinar-Teilnehmern besonders im Fokus.

Auf die Frage, wie sicher die Lösung ist, berichtete Herr Hofmann von e*Message über die Manipulationsresistenz des Systems. Nur autorisierte Anwender haben entsprechende Berechtigungen. Kein unbefugter Dritter hat Zugriff. Des Weiteren wies Herr Schaloske von der Stromnetz Berlin darauf hin, dass aufgrund der Unidirektionalität das System weitaus weniger Angriffspunkte liefert als andere Lösungen.

In einer abschließenden Diskussion wurden weitere Fragen der Zuhörer durch die Referenten beantwortet.

Nicht gestellt wurde die Frage nach der Sicherheit einer alternativen Funkrundsteuerung im Langwellenbereich, die seit Jahren zum Teil in Süddeutschland im Einsatz ist und die bei Stromnetz Berlin aus Effizienzgründen nicht in Frage kam. Wie bekannt, ist nicht nur durch Hochschulveröffentlichungen auf erhebliche Sicherheitslücken bei EFR aufmerksam gemacht worden.

Regierender Bürgermeister M. Müller eröffnet den Bosch IoT Campuszoom
Regierender Bürgermeister M. Müller eröffnet den Bosch IoT Campus
Das Auditorium folgte der Veranstaltung mit großem Interessezoom
Das Auditorium folgte der Veranstaltung mit großem Interesse
 

Was während des Webinars noch geschah: Eröffnung des Bosch IoT Campus

Das Webinar fand im Bosch IoT Campus der Bosch Software Innovations GmbH in Berlin Tempelhof statt, welcher parallel zum Webinar eröffnet wurde. Nach den Eröffnungsworten des regierenden Bürgermeisters von Berlin Michael Müller sowie des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Robert-Bosch GmbH Volkmar Denner konnte der neue Hauptsitz der Bosch Software Innovations erkundet werden. Der Bosch IoT Campus befindet sich in dem ehemaligen Ullstein Verlagshaus in Berlin Tempelhof.

Feliks Vainik

 
 
 
Dietmar Gollnick
 21.12.2017

PSCE-Forum in Madrid: Öffentliche Sicherheit (nicht nur) kommunizieren

Am 28. und 29. November 2017 fand im Konferenzsaal des 4.000 Mann fassenden Hauptquartiers der Spanischen Nationalpolizei die halbjährliche Arbeitskonferenz der PSCE statt. Diese Abkürzung steht für „Public Safety Communication Europe“, eine Assoziation, die Behörden, Lehre und Forschung und nicht zuletzt die Wirtschaft zusammen bringt. Unsere Unternehmensgruppe ist dort standesgemäß Gründungsmitglied.

Nach der überaus erfolgreichen Konferenz im Mai in München und den Rufen dort, sich auch mit Sicherheitsaspekten beim jetzt modern diskutierten Internet der Dinge zu beschäftigen, war klar, dass das ein Teilthema von #PSCEMadrid werden musste. Ebenso wurde wohl noch nie so umfassend über die Vorhaben der einzelnen behördlichen Verantwortungsträger gesprochen, ihre Digitalfunknetze in Breitbandnetze sich entwickeln zu lassen. Mit zum Teil sehr länderspezifischer Ausprägung.

Erfreut und überrascht durch das Programm-Komitee durfte ich zu einem mindestens ebenso aktuellen Thema berichten: Der Wechselbeziehung zwischen den Ambitionen beim Aufbau der Breitbandnetze und den existierenden und sich ebenfalls weiter entwickelnden schmalbandigen Netzen. Dass sie sich gegenseitig bedingen. Und, dass es sehr unklug wäre, das Elektroauto (seit 1839) nicht ein für alle mal zu verdammen, nur weil der Verbrennungsmotor 1886 erfunden wurde. Und schon gar nicht geht es, Pläne gegen oder ohne die Ökonomie zu machen, auch ohne die Frequenzökonomie und ohne zwischen flächendeckenden und adhoc-Ansätzen zu unterscheiden. Es ist so, dass am 1. Mai in Kreuzberg die Sicherheitskräfte größere Bandbreite benötigen als das ganze Jahr über im urigen Kopfstein-Pflaster-Demmin in Mecklenburg-Vorpommern. Und wenn man überall eine Ausstattung wie in der Mitte Berlins aufbaut, es eventuell nicht reichen könnte mit dem Geld.

Mehr über den Zusammenhang zwischen Technik und Geld, zwischen Mode, Hype und Rationalität, zwischen dem Notwendigen und dem Machbaren also im Vortrag „Broadband needs Narrowband".

Der Vortrag enthält auch eine vierseitige mathematische Ergänzung, die hoffentlich verständlich ist.

Dietmar Gollnick auf dem PSCE-Forum in Madridzoom
Dietmar Gollnick auf dem PSCE-Forum in Madrid

Einige Fragen bekam ich in der Pause dazu, einige zustimmende Worte. Teilweise war es aber auch etwas ruhiger zu dem Thema als wohl am Vortag bei der Präsentation der weniger konditionierten Zukunftspläne der einzelnen Behörden in den Ländern Europas. Mir scheint, eine sehr wichtige Diskussion, denn im Vergleich zu dem Riesenmarkt des öffentlichen Mobilfunks muss sich der Funk für die Sicherheitskräfte natürlich besonders um gute Argumentation bei den Finanzministern seiner Länder bemühen. Und effizient und redundant arbeiten. Die Alarmierung der Feuerwehren und Hilfskräfte bei e*Message ist ein Beitrag dazu.

Auch FirstNet war als Gast eingeladen. Richard Reed, Cheef Customer Officer, berichtetet. Im Rahmen von FirstNet baut AT&T in den USA Breitbanddienste für die dortigen Sicherheitskräfte auf. Nach einem etwas anderen Modell als in Deutschland zum Beispiel. Der Marktführer investiert, einzelne US-Staaten (zur Zeit sind es mehr als 30 der 52 Staaten) treten nach eigener Entscheidung bei und zahlen dann für die Nutzung.

Für die deutschen BOS sprach Henriette Chouhbi-Kupke, deren Vortrag auf großes Interesse der etwa 100 Fachkollegen stieß. Das Thema war ganz nah an die Erfahrungen beim G20-Treffen in Hamburg angelehnt. Der Digitalfunk hat dort eine weitere Bewährungsprobe bestanden. (Bemerkung von mir: Die Paging-Technologie natürlich auch.) Der Chef der für die BDBOS Vortragenden, der Präsident der Bundesanstalt für den Digitalfunk der BOS, Andreas Gegenfurtner   war am 18. November noch auf dem e*Message-Stand und ich konnte ihn – vor dem aufregenden Flug nach Madrid – dort noch gemeinsam mit Minister Herbert Reul begrüßen.Siehe auch .

Jetzt gilt es die angeknüpften und auch die wieder aufgefrischten Verbindungen zu den Fachkollegen mit weiterem Leben zu erfüllen. Es ist wie immer – Die Arbeit wird zwischen den Meetings gemacht.

Dietmar Gollnick

Noch ein Hinweise Unter   finden sich eine Reihe von Beiträgen, die wiederum Links zu interessanten Beiträgen enthalten. Alles dreht sich dabei um die Konferenz #PSCEMadrid.

 
 
 
Wilfred Kranich
 05.12.2017

PMRExpo 2017: 2wayS erstmalig präsentiert

Einem Besucher aus Russland, der nach neuen Ideen für sich suchte, konnten wir nicht weiter helfen. Die gute Idee, ein Sicherheitsfunknetz zu betreiben, hatten wir bereits vor 15 Jahren, meinte er.

Die diesjährige Resonanz auf der PMRExpo zeigte, dass dieses Netz gebraucht wird, jetzt und noch mehr in der Zukunft. Dem Charakter der Messe entsprechend waren es vor allem Werkfeuerwehren und Sicherheitsverantwortliche der Industrie, denen wir unser Netz vorstellen und mit denen wir konkrete Fragen diskutieren konnten.

Besonderes Highhight war in diesem Jahr die Präsentation des neuen Multichannel – Alarmierungs- und Warnsystems "2wayS by e*Message". Die Lösung, die nun über zwei voneinander komplett unabhängige Wege alarmiert und eine Rückmeldung erlaubt, fand reges Interesse bei Feuerwehr und Versorgern.

Mitarbeiter der e*Message im Gespräch mit Gästen auf der PMRExpozoom
Mitarbeiter der e*Message im Gespräch mit Gästen auf der PMRExpo
Unser Key Account Manager W. Kranich präsentierte 2waySzoom
Unser Key Account Manager W. Kranich präsentierte 2wayS
 

Dass die Messe noch interessanter geworden ist und mehr Besucher anzog, war auch auf unserem Messestand zu spüren. In diesem Jahr begrüßte der Kongress 4.300 Teilnehmer. Und es waren 225 Aussteller (nach 190 im vorigen Jahr) davon 73 internationale dabei. Praktisch, dass der französische Hersteller einiger unserer Pager, auch des neuen für 2wayS, direkt uns gegenüber platziert war.

Was ist eigentlich der Kern der PMRExpo - die Messe oder die Kongresse? In der Vergangenheit drehte sich die PMRExpo vor allem um das Thema Leitstellen und hatte den Schwerpunkt Feuerwehren und auch etwas Industrie. Seitdem die EW Medien die Organisation übernommen hat, wurde das Spektrum in Richtung Industrie und Versorgungsunternehmen ausgeweitet. Es gibt weiterhin den Leitstellenkongress, der auch in diesem Jahr wieder sehr gut besucht war. Zusätzlich findet die PMR-Konferenz statt und weiterhin die Fachtagung PMR für die Energiewirtschaft und, neben weiteren Foren, auch ein Energiewirtschaftsforum. Warum heben wir die beiden hervor?
Weil wir dort Vorträge gehalten haben, jeweils vor gut besetzten Plätzen mit großer Aufmerksamkeit. Das freut den Referenten, weiß er doch, dass sein Thema "Ohne Redundanz keine sichere Alarmierung" (Wilfred Kranich) oder "Multichannel-Alarmierungs- und Warnsystem für kritische Kommunikation" (Carsten Hofmann) im ersten wichtig und im zweite Fall auch brandneu ist. Aber leider nicht wirklich sexy. Da muss man über IoT referieren ...
Die Aufmerksamkeit zeigt aber, dass auch unser Thema bei den Versorgern einen Stellenwert einnimmt. Schmalbandig, aber sicher. Gerade in der Zukunft der immer komplexer werdenden LTE- und irgendwann 5G-Netze ein wichtiger, robuster Kommunikationsweg für die unbedingte Erreichbarkeit der wichtigen Mitarbeiter und die Übertragung entscheidender Informationen eben an die "Dinge" - an Maschinen und Anlagen.

Alles in allem – viele gute Gespräche und die Gewissheit, mit unserem Sicherheitsfunknetz ein richtiges Produkt bereit zu stellen.

Wilfred Kranich

 
 
 
Anke Lüders-Gollnick
 28.11.2017

Redundanz in der professionellen Kommunikation: Vorträge auf der PMRExpo

Heute startet in Köln die PMRExpo 2017. Die Leitmesse für Professionellen Mobilfunk und Leitstellen findet vom 28.-30.11.2017 auf dem Messegelände mit stark erweiterter Ausstellungsfläche und umfangreichem Kongress- und Vortragsprogramm statt.

Auch e*Message ist wie gewohnt mit eigenem Stand vertreten (Halle 10.2, Stand B 08) und zeigt Kommunikations- und Steuerungslösungen für den professionellen Anwender. Erstmalig wird die neue Multichannel-Alarmierungslösung „2wayS by e*Message“ zu sehen und zu erleben sein.

Vorträge

Im Rahmen der PMR-Konferenz wird Carsten Hofmann, Leiter Bereich Produkte bei e*Message am 29.11.2017 zwei Vorträge mit der Überschrift „Multichannel-Alarmierungs- und Warnsystem für kritische Kommunikation“ halten. Geschildert wird hier, wie man die Zuverlässigkeit der Erreichbarkeit um ein Vielfaches erhöht. Sichern Sie sich den Vortrag, auch wenn Sie nicht vor Ort sein können hier: Multichannel-Alarmierungs- und Warnsystem

Während des Energiewirtschaftsforums am Donnerstag, den 30.11.2017 berichtet Wilfred Kranich, Key Account Manager bei e*Message mit dem Vortrag „Keine sichere Alarmierung ohne Redundanz“ wie unabdingbar redundante, d.h. parallel genutzte Kommunikationsinfrastrukturen für eine sichere und zuverlässige Erreichbarkeit insbesondere bei Versorgungsunternehmen sind. Für den Download klicken Sie bitte hier: Keine sichere Alarmierung ohne Redundanz

Anke Lüders-Gollnick

 
 
 
Anke Lüders-Gollnick
 11.10.2017

Es ist eine September-Tradition. CMA Summit 2017

Die Fachleute für kritische Kommunikation treffen sich jährlich in den USA, um neueste Entwicklungen und Strategien auszutauschen. Dieses Mal fand die Konferenz im Westen statt, in der Stadt der Indianer- und Hippie-Mystik und der Roten Felsen, in Sedona, Arizona.

Der CMA Summit war aber eher nicht von Mystik geprägt, sondern von konkreter Kost. Ein paar Aspekte seien hier herausgegriffen:

Paging-Netze werden ausgebaut

Im vergangenen Jahr informierten Belgien und die Niederlande, dass die Infrastruktur für Paging landesweit erneuert wird und der Staat dafür erhebliche Mittel bereitstellt. Eine Entscheidung, die bereits vor den Erfahrungen mit Tetra und LTE während der Anschläge am 22. März 2016 gefallen war, im Zusammenhang mit den Kommunikationsmängeln beim Terror aber besondere Aktualität hatte.

In diesem Jahr war ein sehr großer US-amerikanischer Anwender aus dem Bereich Energieversorgung zu Gast. Richard Gregory von Duke Energy, mittlerweile fast 3 Mal so groß wie E.ON und fast 6 Mal so groß wie RWE berichtete über das Konzept für die Kommunikation im Unternehmen. Dazu gehört außer Schalten auch das Herbeirufen von Service-Technikern im Bedarfsfall. 500.000 Endpunkte hat er mindestens zu bedienen und Paging spielt eine der oder die Hauptrolle dabei.
Prism-IPX Systems wird seit Jahrzehnten von Jim Nelson geleitet. Jim ist auch Präsident der CMA-Americas, und sein größter Kunde ist Duke Energy. Er stellte neuartiger Hardware-Komponenten vor. Es wurde gezigt, dass heutzutage Paging-Controller und -Receiver nur noch einen Bruchteil vergangener Dimensionen einnehmen. Ideal für die Integration in komplexe Systeme.

D. Banner (l.) CMA-E, J.Nelson CMA-A (r.)zoom
D. Banner (l.) CMA-E, J.Nelson CMA-A (r.)
Duke Energy: Was ist kritische Kommunikation?zoom
Duke Energy: Was ist kritische Kommunikation?
 

Global Data Burst Limited adressiert mit seinem Angebot eine ganz andere Zielgruppe, nämlich diejenigen, die sich kommunikationsseitig in nicht erschlossenen Gebieten aufhalten. Das können Militärs oder Journalisten sein, die nicht nur, aber auch in bergigen Gebieten oder der Sahara unterwegs sind. Dafür soll Satellitenpaging bereitgestellt werden. Die Endgeräte wurden herumgereicht und der Preis genannt: 700 Euro etwa. Und, es soll nach Anzahl der Nachrichten abgerechnet werden. Wir werden verfolgen, ob der Markt groß genug ist und die Verlängerung der Funkversorgung mit Verstärker-Elementen angenommen wird.

Paging-Netze sind Garant für höhere Verfügbarkeit

Der französische Anbieter und unser Partner TPL berichtete über Slim-Varianten seiner Endgeräte, aber vor allem auch über das Konzept der Zweiwege-Pager.

Eigentlich sollte klar sein, dass die Nutzung einer separaten unabhängigen Infrastruktur neben den Mobiltelefonnetzen und dem Digitalfunknetz der BOS nur ein Bruchteil der Kosten im Vergleich mit dem weiteren Ausbau genau dieser zellularen Netze kostet. Das wird heute schon von vielen Paging-Nutzern, auch in Deutschland und Frankreich, erkannt. Und es werden für Schwarzfall-Lösungen oder Feuerwehr-Alarmierung natürlich Pager eingesetzt. In wachsender Zahl.

TPL (und andere) machen den Versuch, die Nutzung zweier Technologien in einem Endgerät zu vereinigen. Wie das geschieht und welche mathematisch-theoretischen Grundlagen jeden Innen- und Finanzminister überzeugen müssten, wurde auch erläutert und intensiv diskutiert. Die Unterlagen dazu sprengen hier den Rahmen, können aber hier angefordert werden.

B. Welch (TPL) zum Thema 2-Wege-Kommunikationzoom
B. Welch (TPL) zum Thema 2-Wege-Kommunikation
Sedona - Die Welt der roten Bergezoom
Sedona - Die Welt der roten Berge
 

Einer der Top-Vorträge

Paul Lauttamus vom gleichnamigen Unternehmen, das in Pittsburgh, West Virginia, und im Ohio Valley tätig ist, berichtete begeistert und begeisternd, wie er aus einem reinen Anbieter von Paging-Services ein Unternehmen mit sehr vielseitigem Angebot geschaffen hat. Selbst in der Firmenmission bezeichnet er sich heute als Quelle und Berater für Sicherheit in der Kommunikation. Die Warnung der Bevölkerung und die Alarmierung von Mitarbeitergruppen in Unternehmen stellen einen wesentlichen Teil der Aktivitäten dar. Auch in Deutschland und Europa sprechen viele darüber. Aber letztendlich läuft alles oft nur auf eine App hinaus, die dann gerade im Bedarfsfall nicht oder nur teilweise funktioniert. Wir haben uns vorgenommen, mit den Leuten aus Pittsburgh den fachlichen und argumentativen Kontakt zu suchen.

Der Sonnenuntergang in Sedona ...

... soll der weltbeste sein. Leider waren die Diskussionen teilweise so interessant, dass die Kollegen diese abendliche Stimmung verpassten. Auch weil Sedona dann doch näher am Äquator liegt als Deutsche meinen. Sunset war etwa 18.15 Uhr.    

Weitere Informationen und Vortragsanfragen bitte hier.

Anke Lüders-Gollnick

 
 
 
Hartmut Ilse
 25.09.2017

Metering Days 2017

Die Stromnetz-Digitalisierungs-Branche traf sich erneut bei den Metering Days 2017 der ZVEI-Akademie am 19./ 20. September 2017 in Fulda. Rund 600 Teilnehmer waren an den Vorträgen von ca. 60 Referenten und den Firmen-Darstellungen auf 45 Ausstellungsständen interessiert. Auch e*Message war mit ihrer Live-Präsentation des e*Nergy-Strompagers wieder dabei.

Unser Bereichsleiter Produkte, Carsten Hofmann wirkte im "Metering Solution Forum", Teil Software & Applikationen mit dem Vortrag "Auch ohne CLS netzdienlich sicher steuern in der Niederspannung" mit. 

Den erwarteten allgemeinen "Aufschrei", dass man sich doch nicht erdreisten solle, an der CLS vorbei sicher steuern zu wollen, gab es in diesem Jahr nicht. Das war sicher kein Zufall, denn im Mittelpunkt vor allem der Vorträge der "Metering Days 2017" stand der "Mehrwert des Kunden aus dem Smart Meter Rollout" und nicht mehr, wie in den Vorjahren die für den Smart Meter Rollout per Dekret einzusetzende Technik, wobei der Kundennutzen außen vor blieb.

Carsten Hofmann im Metering Solution Forumzoom
Carsten Hofmann im Metering Solution Forum
e*Nergy-Strompager live am Stand von e*Messagezoom
e*Nergy-Strompager live am Stand von e*Message
 

Neben Smart Meter Rollout-(Vorbereitungs-)Erfahrungen mit Vorläufern der vom BSI zu zertifizierenden Systeme und Geräte drehten sich viele Vorträge um die Notwendigkeit, den Kunden mit den intelligenten Messsystemen (iMSys) neben den Mehrkosten auch einen Mehrwert anbieten zu können. Dabei wurde deutlich, dass nahezu keiner dieser möglichen Mehrwert-Beiträge direkt aus der iMSys-Installation generiert werden kann. Zur Erschließung der Mehrwert-Beiträge sind bereichsübergreifende Kooperationen erforderlich, z.B. in Richtung Smart Home, Smart Care, Smart Mobility und viele weitere.

So, wie in unterschiedlichen menschlichen Tätigkeitsbereichen Mehrwert für die Letztverbraucher erschließbar ist, so sind die Anforderungen der Stadtwerke / Verteilnetzbetreiber als Kunden in der Digitalisierung der Energiewende ebenfalls außerordentlich unterschiedlich, so dass es auch dabei kaum "die eine Lösung" geben wird. Darum besteht die Herausforderung für die Produktanbieter zur Energiewende ebenfalls darin, eng zu kooperieren, um den Stadtwerken / Verteilnetzbetreibern die jeweils passende Lösung zusammenzustellen. Diese Lösungen werden aus BSI-regulierten und nicht regulierten Komponenten bestehen können / müssen, um die erforderlichen Mehrwerte auch für die Letztverbraucher zu ermöglichen.

C. Hofmann zum Thema, warum Steuern ohne CLS Sinn machtzoom
C. Hofmann zum Thema, warum Steuern ohne CLS Sinn macht

Und so wird auch e*Nergy seinen berechtigten Platz in der Kombination mit anderen Produkten bei den Lösungsanbietern für die intelligente Steuerung von Stromnetzen finden. Nämlich überall dort, wo den  Stadtwerken / Verteilnetzbetreibern die besonderen e*Nergy-Vorteile von Kosteneffizienz über Sicherheit / Zuverlässigkeit / funktionale Flexibilität … bis hin zur Überregionalität wirtschaftlich zugutekommen.

Unsere Gespräche am Stand haben diesen Trend bestätigt.  

Hartmut Ilse

 
 
 
Dietmar Gollnick
 12.09.2017

Wie geht Warnung der Bevölkerung – zum Beispiel in Israel?

Ende April und noch im Schnee fand in der Schweiz der Summit 2017 der CMA Europe statt. Ende September erwarten wir in Sedona, Arizona, das US-amerikanische Pendant.


Unerwartetes in Zürich

Über das jährliche Treffen der CMAE17 hatten wir bereits berichtet. Es war mehr als inhaltsreich.

Was nicht ganz angekündigt war und etwas überraschend kam, war der Auftritt unserer israelischen Kollegen. Deren Thema: Die Warnung der Bevölkerung und von dezentral positionierten Verantwortungsträgern. Und sofort sprach Ilan Friedman, der CEO von beeper Ltd. in Israel, nicht von Terror und anderen Dingen, sondern von Naturereignissen wie Erdbeben. Das meinte er, sei der richtige Weg, weil dann jeder wisse, um was es auch ginge, aber es nicht aussprechen müsse.

Ilan Friedman von beeper Ltd.auf dem Summit der CMAE 04 / 2017zoom
Ilan Friedman von beeper Ltd.auf dem Summit der CMAE 04 / 2017

Schon immer hatten wir die Kollegen des landesweiten Paging-Betreibers dort beobachtet. Einer ihrer Auftraggeber ist auch die für den Bevölkerungsschutz und die rechtzeitige Information der Bevölkerung zuständige IDF (auch Home Front Command). Wichtiges technisches Prinzip ist dabei – wie in Deutschland auch, aber leider erst mehr auf dem Papier – MultiChannel. „Setze nie auf nur eine Infrastruktur“ und schon gar nicht ausschließlich auf eine, die besonders in Krisenzeiten für andere, nämlich die Bevölkerung gebraucht wird. Ein Smartphone muss (auch) dafür genutzt werden, dass die Bürger mit ihren Angehörigen Kontakt halten. Sowohl Handy als auch darauf basierende Apps und SocialMedia-Anwendungen könnten gerade dann nicht funktionieren, wenn man sie am dringendsten braucht.

Deshalb muss man für die Warnung der Bevölkerung (auch) etwas anderes nehmen.

Jedenfalls nutzt man im Nahen Osten schon recht lange Endgeräte, die baugleich zur Warnsirene von e*Message und natürlich wie I. Friedman sagt, vom Handy-Netz unabhängig sind. Und auch dann funktionieren, wenn aus der Notwendigkeit der entstandenen Lage Handy-Netze schon von „Staatswegen“ eingeschränkt betrieben oder abgeschaltet werden.

Der Vortrag in Zürich begann damit, dass ein Bogen gespannt wurde zu dem Bericht in Miami 2014. Ilan Friedman meinte: Ihr dachtet wohl, ich redete 2014 über Science Fiction. Nein, man sollte vorbereitet sein. Und die Aufgeschlossenheit sei nun in Europa objektiv und auch subjektiv größer und nicht wegen der Erdbeben dort.

Auch sein Chef und Hauptgesellschafter von beeper Ltd. Elisha Yanay war dort und betonte, dass er in seiner vorherigen Tätigkeit als CEO bei Motorola Israel sehr viel und damals Grundlegendes für die Entwicklung von Tetra (in Deutschland für den BOS-Digitalfunk genutzt) getan hätte und natürlich klar sei, dass Paging weder vom Smartphone noch von Tetra ersetzt werden könne. Er meinte sogar, derartige Vorstellungen seien doch etwas abenteuerlich aus seiner Sicht und nach seinen Erkenntnissen.

Die Kollegen waren etwas stolz als sie berichteten, dass die ersten 80 Stück der neuen Generation der Warnendgeräte auf bis zu 7facher Multichannel-Struktur soeben ausgeliefert seien. Hier Schema und Bild.

© beeper Ltd.: Mass Public Alert Warning Platform zoom
© beeper Ltd.: Mass Public Alert Warning Platform
© The Times of Israel: IDF’s new portable Nofar sirenzoom
© The Times of Israel: IDF’s new portable Nofar siren
 

Zu Erwartendes im schönen Sedona in Arizona

Nach den Wirbelstürmen Harvey und Irma, dem Hochwasser in Houston, Miami und Tampa erwarten wir auf dem CMA-Summit Ende des Monats weitere Diskussionen und Informationen zu Learnings. Wir werden berichten.

Dietmar Gollnick

 
 
 
Dietmar Gollnick
 07.09.2017

Unsere andere Technologie auf der IFA in Berlin. Kein Mobilfunk im herkömmlichen Sinne.

Viel Aufmerksamkeit auf der Ausstellung, Aufmerksamkeit, die vor allem der weißen Ware, dem SmartHome, den damit zusammenhängenden Geräten und mehr und mehr auch den Mobilfunkendgeräten gilt.

Millionen werden da für die Hallen ausgegeben. Dieses Jahr war besonders viel los bei LG aus Südkorea. Beeindruckende Halle, in die man durch eine Multimedia-Kapelle eintreten durfte.

Consumer-orientiert. Was haben wir damit zu tun?

Millionenfach in den Haushalten Deutschlands und Frankreichs vorhanden sind Wetterstationen. Sie werden durch Conrad Electronic, TFA Dostmann aus dem Taubertal und Technoline aus dem Berliner Umland (Wildau) in Deutschland an Endkunden und Endverkäufer vertrieben. Mit ganz anderer Technologie als LG und Samsung. Und wie die Macher der beiden Letzten berichteten, mit konstantem Erfolg seit fast einem Jahrzehnt. Ein nicht kleiner Teil des Umsatzes der Marktführer rührt aus den Wetterstationen, die mit dem Titel „WETTERdirekt“ gekennzeichnet sind. Das Besondere an diesen Geräten ist, dass nicht nur die aktuelle Temperatur und weitere Wetterparameter angezeigt werden, sondern zusätzlich auch die Wettervorhersage für die folgenden 3-5 Tage übermittelt wird. Und genau das wird mit unserer Technologie zuverlässig realisiert.
Mittlerweile sind die Kataloge dick und enthalten viele zig Modifikationen, die die Kunden gern zu Weihnachten und das ganze Jahr über erwerben.

Folgende Vorzüge wurden mir genannt:

  • Einfach zu bedienen. Kaum Schulungsaufwand in Baumärkten, bei Media Markt oder anderswo.
  • Keine Abos. Der Kunde kauft für 29 bis 90 Euro und kann loslegen, ohne monatliche Kosten.
  • Kein Stromkabel. Der geringe Stromverbrauch ist kein Problem für die Batterie.
  • Design. Die Geräte gefallen den Nutzern. Sie sind quasi zum Möbelstück geworden.
  • Kaum Ausfälle oder Beschwerden, dass die mehrmals am Tage ausgesandten Vorhersagen für eine der 50 Regionen oder einen der 300 Landkreise nicht ankämen.
Wetterstation mit Wettervorhersagezoom
Wetterstation mit Wettervorhersage
TFA auf der IFA 2017zoom
TFA auf der IFA 2017
 

Und das Geschäft macht kontinuierlich Spaß. Verführt auch zum Experimentieren. Mittlerweile weiß man recht gut, was zu welchem Preis bestens beim Endkunden ankommt. Die Station für das Weihnachtsgeschäft 2017 wurde auch schon gezeigt.

Reserven im Marketing

Wo man noch mehr machen könnte, ist in der Öffentlichkeitsarbeit. Hunderttausende Haushalte haben eine Wetterstation und wissen nicht, dass ein „embedded Pager“ nach dem neuen Standard NP2M für die dynamischen Informationen sorgt. Zu Preis und Leistung wie es geprüfter Maßen durch andere Technologien nicht geht. Wenn das noch mehr Entscheider wüssten, gäbe es vielleicht noch mehr Ideen. Solche wie die, die Ende 2014 mit dem Innovationspreis Berlin-Brandenburg geehrt wurde: Schaltfunktionen „embedded“ für Energie-Verteilnetze.

Dietmar Gollnick

 
 
 
     
Anke Lüders-Gollnick
 28.08.2017

Gastbeitrag in "energiespektrum": Smarte Netze für öffentliche Betreiber

Wer auf dezentrale Energieerzeugung mit erneuerbaren Energien setzt, muss den Bedarf für intelligente und sichere Steuerungslösungen stets mitkalkulieren, um Netzstabilität im laufenden Betrieb sicherzustellen.

Die Erfahrungen der Stromnetz Berlin GmbH aus den letzten Jahren zeigen, wie diesen Herausforderungen erfolgreich begegnet werden kann. Seit 2014 sind dort Strompager im operativen Einsatz ...

Bei kritischer Infrastruktur wie Stromnetzen erweisen sich NP2M-Funknetze - eine Spezialtechnologie im Mobilfunk, die Paging einschließt - als wirkungsvolle Lösung ...

Lesen Sie hier den vollständiger Artikel unseres Leiters Produktmanagement und Business Development Carsten Hofmann in der aktuellen Ausgabe von "energiespektrum".

Anke Lüders-Gollnick

 
 
 
Sören Hantke / Dietmar Gollnick
 04.07.2017

Hubschrauber über Würzburg. Der Main mit Hochwasser.

Krisenkommunikation als Forschungsprojekt und in der praktischen Übung. e*Message als Industriepartner dabei.

Für Unternehmen mittlerer Größe ist es nicht immer einfach, an Forschung teilzunehmen. Oft stehen die kurzfristigen Kundenbedürfnisse und die Produkte, und bei e*Message der sichere Betrieb des landesweiten Funknetzes in Deutschland und Frankreich im Mittelpunkt. Deswegen nehmen wir eine Institution wahr, die genau darauf zielt, die energiegeladene Initiative des deutschen Mittelstandes bei Forschung und Entwicklung zu nutzen.

Unsere Partner aus den Hochschulen und der Wissenschaft und die aus den Hilfsorganisationen wie DRK, ASB und Johanniter wissen unsere Mitarbeit beim Projekt K3 (gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, zu den Beweggründen hier mehr: www.sifo.de) sehr zu schätzen und verlassen sich auf den durch e*Message bearbeiteten Kommunikationsteil. Ziel des K3-Projekt ist es, die Frage zu beantworten, ob es sinnvoll ist, den im Krisenfall handelnden Personen möglichst viele Informationen zur Verfügung zu stellen bzw. welche Nachrichten einen Mehrwert haben. So beschäftigt sich ein Teil des Projektes mit der Gewinnung von sinnvollen Informationen aus den Sozialen Medien, ein weiterer soll die ungebundenen Helfer organisieren und ein dritter Teil versucht, zusätzliche Informationen der professionellen Helfer zu sammeln, aufzubereiten und darzustellen, ohne diese bei ihrer eigentlichen Aufgabe zu stören. In diesem Bereich arbeiten wir mit unseren Partnern daran, ein Gerät, welches eigentlich bei allen Hilfsorganisationen vorhanden ist (Pager), im Funktionsumfang so zu erweitern, dass es im Einsatz weiter verwendet werden kann und sinnvolle Informationen sammelt. e*Message hat in diesem Zusammenhang die Infrastruktur konzipiert und entwickelt, die die Anbindung eines Rückkanals vom Pager ermöglicht. Außerdem haben wir eine Benutzeroberfläche geschaffen, die die durch den Pager gesammelten Informationen anzeigt und die Meldungen an den Pager versendet.

Am vergangenen Samstag war Ernstfall. Die vielen Partner mussten in der (zu übenden) Praxis die Zusammenarbeit und das Zusammenspiel der Komponenten beweisen. Über Würzburg kreiste der Hubschrauber. Die Wasserwacht war alarmiert, um die beiden Beobachtergruppen trotz starker Strömung und kleinem Zeitfenster zu den drei Brennpunkten der Übung über den Main bringen zu können. Spannend. Und nur mit der moderneren der Rettungswesten wurde der Zutritt vom strengen Bootsführer erlaubt.

K3 Einsatzübung - BRK Wasserwachtzoom
K3 Einsatzübung - BRK Wasserwacht

Auf der anderen Main-Seite galt es, die Zelte aus der Bedrohungssphäre des Hochwassers zu bringen. Das „Afrika-Festival“, das vor vier Jahren aufgrund der Wassermassen fast „absoff“, wurde simuliert. Ungebundene Hilfskräfte mussten in die Bewältigung der Katastrophe eingebunden werden. Und dann kam auch noch ein Grillunfall mit traurigen Begleiterscheinungen dazu. Wie sollte man in diesem Szenario mit Nachrichten aus den Sozialen Medien umgehen? Nicht immer war trennscharf zwischen Fake-News und hilfreichen Hinweisen zu unterscheiden.

Ein realistisches Szenario am Fuße der malerischen Festung Marienberg und nicht im Zentrum der Barockstadt, aber auch nicht mehr als 1,5 km entfernt von der Alten Brücke.

Pager im Einsatzzoom
Pager im Einsatz
Einsatzkräfte beim Abbau der Zeltezoom
Einsatzkräfte beim Abbau der Zelte
 

Aus dem  2 km entfernten und gut mit Häppchen versorgten Krisenstab wurde die Alarmierung der Einsatzkräfte ganz klassisch über Pager realisiert. Neu war allerdings, dass der Aufenthaltsort der Einsatzkräfte über die GPS-Ortung der e*Message 2-Wege-Page direkt an den Stab übermittelt wurde. Auch der Status der Einsatzkräfte wurde über den Rückkanal der Pager automatisch übertragen und sorgte so für Entlastung des Stabs, da die Standorte der Einsatzkräfte und deren Status automatisch auf einer Karte dargestellt wurden. Außerdem wurde die Antwortfunktion, die ebenfalls über den Rückkanal realisiert wird, intensiv genutzt, um schnell und ohne den Sprechfunk zu belasten, Informationen von den Einsatzorten an den Stab zu übermittelt. Größte Spannung herrschte bei uns, als der Notruf vom Grillunfall eintraf und der Pager einen weiteren Mehrwert im Einsatz beweisen musste.

K3 Einsatzübung - Stabzoom
K3 Einsatzübung - Stab
K3 Einsatzübung - Koordination der Helferzoom
K3 Einsatzübung - Koordination der Helfer
 

Ergebnis: Alles gut gemeistert. e*Message war durch zwei auch sonst im Entwicklungsprojekt eingebundene Kollegen im Stab und in der Evaluierungsgruppe vertreten. Die im Projekt konzipierte und implementierte Version der Multichannel-Lösung arbeitete sehr stabil. Die entwickelten Zusatzfunktionen für den 2-Wege-Pager und die automatische Aufbereitung der gesammelten Zusatzinformationen wurden vom Stab als sehr hilfreich  angesehen. Die Kommunikation zwischen Stab und den einzelnen Einsatzabschnitten wurde großenteils über die 2-Wege-Pager realisiert. Hier und da sind in Abstimmung mit den Hilfsorganisationen sicher noch Kleinigkeiten zu verbessern. Insgesamt wurde das Projekt aber sehr positiv gesehen. Schwer dazustellen, aber ebenfalls genutzt wurde die für den Benutzer nicht erkennbare Redundanz der Pager, die sowohl im e*Message-Netz als auch im GPRS (GSM/LTE) – Mobilfunknetz gleichzeitig arbeiteten und so die Ausfallwahrscheinlichkeit gegenüber Alarmierung nur über ein Medium auf unter ein Hundertstel drückt. Diese letzte Eigenschaft scheint eine sehr wichtige zu sein.

Nach diesen positiven Test-Ergebnissen werden viele der genutzten Funktionen in nächster Zeit in e*Message-Produkte einfließen.

Besonderer Dank an die vielen Ehrenamtlichen, die für diese Übung in ihrer Freizeit zur Verfügung standen, an die Organisatoren vor Ort, an Uwe Kippnich vom Bayerischen Roten Kreuz und Louisa Schneider aus der DRK-Zentrale in Berlin.

Wir haben mit vielen Anwesenden gesprochen. Mit vielen werden wir auch die Zusammenarbeit weiter intensivieren.

Und Mittelständler können auch forschen. Im Verbund mit Hochschulen und Hilfsorganisationen. Mit Erfolg, Herzblut und Erkenntnisgewinn für alle.

Ganz wichtig der Hinweis auf den Twitter-Hashtag
Klar, dass bei einer Krisenkommunikationsübung heute die Sozialen Medien nicht nur im Mittelpunkt stehen, sondern auch genutzt werden und weitere Auskünfte geben.

Sören Hantke & Dietmar Gollnick

 
 
 
Jens Köhler
 29.05.2017

Sonne, blauer Himmel und rote Taschen in Bremen - e*Message auf der vfdb Jahrestagung

Bei überwiegend frühsommerlichem Wetter fand die vfdb Jahrestagung 2017 in Bremen statt. In dieser übersichtlichen Stadt fiel es schon auf, als einige Hundert Teilnehmer mit ihren roten Tagungstaschen drei Tage lang unterwegs waren und somit das Stadtbild mit bestimmten.

Beim vfdb treffen sich Vertreter des Brandschutzes, Forschungsinstitute, Fachbereiche der Universitäten, Stadt- und Kommunalverwaltungen, Ministerien, Verbände, die Industrie und weitere mit den Themen Brandschutz, Sicherheit, Krisen- und Notfallmanagement befasste Einrichtungen.

Schwerpunkte in diesem Jahr waren u.a. die Herausforderungen bei neuen Bedrohungen und die Erfahrungen aus Anschlägen und Amokläufen in den vergangenen Monaten, neue Methoden der Einsatzplanung und –taktik, Methoden der Branderkennung in der Zukunft, Auswirkungen von Fukushima, die Diskussion zum „zweiten Rettungsweg“, digitale Technologien für die Sicherheitsorganisationen, die Nutzung sozialer Medien in der Gefahrenabwehr, Ergebnisse aus Forschungsprojekten zur Erhöhung der Resilienz von Ballungsgebieten bei Stromausfällen (INTERKOM), interorganisationale Krisenstabsübungen (AlphaKomm) und Einsatz ungebundener Helfer in Großschadenslagen (PRAKOS).

vfdb-Präsident D. Aschenbrenner (2. v. r.) und Vizepräsidentin A. Hofmann Böllinghaus (M.) am e*Message-Standzoom
vfdb-Präsident D. Aschenbrenner (2. v. r.) und Vizepräsidentin A. Hofmann Böllinghaus (M.) am e*Message-Stand
Rote Taschen in Bremen
Rote Taschen in Bremen
 

Die Themen Kommunikation und Alarmierung bildeten zwar nicht die Schwerpunkte in den Vorträgen und Gesprächen, spielten aber immer wieder eine Rolle. Als Vertreter von e*Message traf ich einige Anwender unserer Alarmierungsdienstleistungen und hoffe bei neuen Kontakten das Interesse daran geweckt zu haben. Im Gespräch mit vfdb-Präsident Dirk Aschenbrenner waren wir uns einig, dass ein professioneller Netzbetreiber mit deutschlandweiter Verfügbarkeit als Dienstleister Alarmierungs- und Kommunikationsnetze durchaus effektiver, ressourcensparender und sicherer betreiben kann, als es mit vielen Einzelnetzen möglich ist.

Die e*Message-Gruppe und ich persönlich sind eng mit der Stadt Berlin verbunden und damit auch besonders über den Terroranschlag im Dezember 2016 am Breitscheidplatz schockiert. In einem rethorisch und inhaltlich spannenden Vortrag hat Landesbranddirektor Wilfried Gräfling über die Minuten und Stunden nach dem Anschlag berichtet und Schlußfolgerungen sowie Konsequenzen insbesondere aus Sicht der Feuerwehr und des Rettungsdienstes erläutert. Dieser Vortrag stärkte das Vertrauen und die Überzeugung, dass die Berliner Feuerwehr auf derartige Ereignisse vorbereitet war und ist und sich die Bevölkerung auf Professionalität und Einsatzbereitschaft verlassen kann.

Neben fachspezifischen Themen auf der Tagung sowie bei der Ausstellung gab der „Bremer Abend“ im Übersee-Museum bei Bremer Bier und Fingerfood Einblicke in die Kulturen der Welt. Einzigartige Exponate holen ferne Kontinente in die Stadt an der Weser. 

Jens Köhler

 
 
 
Hartmut Ilse
 12.05.2017

Zählen, Messen, Prüfen - e*Message auf dem Fachkongress ZMP

Erneut hat sich die Stromnetz-Branche sehr zahlreich zum FNN-Fachkongress vom 10. - 11. Mai 2017 in Leipzig versammelt. Auch e*Message war mit seinem e*Nergy-Strompager erstmals mit einem Stand auf der Kongressausstellung dabei.

Alle sind in großer Erwartung angereist, um zu erfahren, welche Fortschritte es neun Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) beim Smart Meter Rollout gibt. Man möchte wissen, was die nächsten Meilensteine der Roadmap zum Aufbau des intelligenten Stromnetzes sind und wann mit welchen zertifizierten Komponenten der intelligenten Messsysteme am Markt zu rechnen ist. Das Fachkongress-Programm offerierte dazu viele interessante Beiträge. Das Fazit des ersten Kongresstages war jedoch sehr ernüchternd:

  1. Die politisch Verantwortlichen sind der Meinung, dass man mit den vorliegenden Standards die Voraussetzungen einer für Europa vorbildlichen Smart Meter Gateway(SMG)-Kommunikations-Plattform geschaffen hätte.
  2. Die praktische Umsetzung müsse jedoch in einem Stufenprozess (Geräte-Generation 1 und Interims-Marktkommunikationsmodell ab Q4´17 und G-G 2 mit dem Ziel-Marktkommunikationsmodell ab Q4´19) erfolgen, da immer wieder neue Anforderungen, neue Funktionen bedingen.
  3. Damit diese Vorgehensweise zum Erfolg führen kann, ist jedoch die Sicherstellung eines Migrationspfades, die Möglichkeit des Software-Upgrades für alle Komponenten des iMSys sowie des SMG-Adminstrators, unbedingt zu gewährleisten. Ist das realistisch?
  4. Als eine wesentliche Herausforderung wurde in mehreren Beiträgen auf die unzureichende kommunikative Einbeziehung der Stromnetz-Endkunden hingewiesen. Bis zu 66% der Kunden haben keine Vorstellung davon, was mit dem intelligenten Stromnetz auf sie zukommt.
  5. Es ist bisher kein breiter Endkundenbedarf geweckt worden. Der Mehrwert / Nutzen des Letztverbrauchers aus der Einführung des intelligenten Stromnetzes, verbunden mit Mehrkosten, ist schwer kommunizierbar.
  6. Eine sogenannte „Killer-Application“ für den Erfolg des intelligenten Netzes beim Letztverbraucher hat sich noch nicht herauskristallisiert.
  7. Ungeachtet dieser Situation wurde von vielen Vortragenden gefordert, mit den verfügbaren Interims-SMG doch größere praktische Einsatzfälle zu beginnen, um echte Erfahrungen zu gewinnen und die bekannten Wissenslücken Schritt für Schritt aufzuarbeiten. Offen bleibt dabei jedoch meist, wer die Kosten dieser Erfahrungssammlung decken wird.

Vom „Steuern“ / „Schalten“ mittels iMSys wurde bei vielen Referenten ausgegangen, aber dazu sind die Anforderungen noch immer nicht klar und ein Lastenheft für die SMG-Steuerbox noch immer nicht verabschiedet. Aber bis zur Verfügbarkeit (Zertifizierung) einer standardisierten Steuerbox, die den Zuverlässigkeitsanforderungen einer Stromnetzsteuerung entspricht, werden noch Jahre ins Land gehen.

Darum können wir mit Fug und Recht weiterhin die sofortige Anwendung unseres Strompagers, auch in Zukunft als in das Smart Grid integrierbare Lösung, für das netzdienliche Schalten offerieren.

e*Message-Stand auf der ZMP-Ausstellungzoom
e*Message-Stand auf der ZMP-Ausstellung
Demonstration des e*Nergy-Strompager-Systemszoom
Demonstration des e*Nergy-Strompager-Systems
 

Die e*Message-Teilnahme an der Ausstellung zum FNN-Fachkongress ZMP 2017 war darum die richtige Entscheidung. Hier ist der Raum und die Zeit gegeben zur Vertiefung der Kontakte mit den Strompager-Lösungsinteressenten, -Partnern und -Anbietern, gerade im Lichte des sich hier verdeutlichenden schwierigen und langwierigen Pfades bis zur zerifizierten Bereitstellung einer SMG-Steuerbox.

Hartmut Ilse

 
 
 
Dietmar Gollnick
 04.05.2017

Kritische Kommunikation – Aktueller denn Je

Statt Frühling arbeitsame Schneetage. Europa-Meeting der CMA in der Schweiz.

Gute Tradition ist es, sich im Frühjahr in überschaubarem Arbeits-Kreis mit dem European Chapter der Critical Messaging Association zu treffen. Nach Warschau, Berlin, Mailand und Prag dieses Mal beim gemeinsamen Gesellschafter von Swissphone und e*Message am schönen Zürichsee in der Schweiz.

Die Jogging-Sachen auszupacken habe ich nicht vermocht. Zwei Gründe: Schnee Ende April in Zürich (ein recht wundersamer Vorgang) und das sehr enge Programm.

Alle Kollegen wollten (und mussten) zu Worte kommen. Einige mit Präsentationen, alle mit Einwürfen, Diskussionsbeiträgen und engagierten konstruktiven Hinweisen während der beiden Tage.

Begonnen wurde die Tagung mit der Vorstandssitzung und der Mitgliederversammlung, die auch für die nächsten drei Jahre den Vorstand der mit kritischem Messaging in Europa befassten Fachkollegen wählte. Es sind dies: Derek Banner als Vorsitzender (Chairman) des Board of Directors sowie Linda Cox, Chris Jones, Johan Agren, Dietmar Gollnick, Jim Nelson, Kirk Alland als weitere Mitglieder.

Gastgeber war dieses Jahr die Swissphone in der Schweiz. Nach mehrmaligem Führungswechsel haben sie jetzt wieder einen super-gestandenen Mann des Pagings dort, Angelo Saccoccia, der als Gastgeber einige Dinge besonders hervorhob. Dazu zählten unter anderem die Erfahrungen von Kunden, die zeitweilig nur auf schicke Handy-Anwendungen setzten und im Fall der Fälle aufgeworfen waren. Besonders eindringlich war dabei die Erinnerungen an zwei Terroranschläge: den lange zurückliegenden in London, bei dem der National Health Services erst die Anzahl der Pager verringert hatte, aber sofort nach den schrecklichen Ereignissen vervielfachte und die Ereignisse in Brüssel im Jahr 2016, wo einzig Paging, nicht aber BOS-Digitalfunk oder gar LTE-Kommunikation per Handy reibungslos funktionierte.

Die Kollegen der Sicherheitskräfte in Belgien und den Niederlanden haben gerade ihre Paging-Netze hardwareseitig erneuert. Leider nicht mit Swissphone-Technik, wie A. Saccoccia etwas bedauerte.

D. Banner, Chairman CMA-E (l.), J. Nelson, President CMA-A (r.)zoom
D. Banner, Chairman CMA-E (l.), J. Nelson, President CMA-A (r.)
A.Saccoccia, Swissphonezoom
A.Saccoccia, Swissphone
 

Vorträge kamen von Multitone und PageOne aus Großbritannien. Rupert Johnson von Multitone, dem wichtigen Hersteller u.a. für Pager im Gesundheitswesen berichtete über einen Teil der umfangreichen Arbeiten zur EU-konformen Standardisierung von Endgeräten. Die Arbeiten bei ETSI und CEPT aus der jüngsten Zeit zeugen davon, dass Narrowband Point-to-Multipoint (Abk. NP2M) mit dem Untermerkmal Paging jedenfalls um einige Jahrzehnte jünger sind als die Erststandardisierung der zellularen Systeme. Chris Jones von PageOne, dem landesweiten Messaging-Operator und seit kurzer Zeit Tochterunternehmen des börsennotierten Outsourcing-Spezialisten Capita plc. gab bekannt, dass der Paging-Teil des Geschäftes unter der Leitung von Chris gemeinsam mit dem des britischen Mobilfunkbetreiber Vodafone weiter laufen wird. Die Vorträge aus dem Vereinigten Königreich waren so wie die nachfolgenden aus Israel von drei Schwerpunkten gekennzeichnet:

  1. Die Anforderungen an kritische Kommunikation sind nach den Ereignissen der 2015 bis 2017er Jahre noch höher geworden.
  2. Alle Kommunikationsmittel sollten genutzt werden und dann auch so sicher wie irgend möglich.
  3. Ohne Paging geht nichts, wenn man diversifiziert, angriffsgesichert und ausfallsicher kritisch kommunizieren will und muss. Es geht um separate mobile Netz. Mehrere SIM-Karten reichen nicht.

Zu den Vorträgen aus dem Nahen Osten berichten wir in geeigneter Form später und außerhalb dieses Beitrages.

Einen großen Teil des Nachmittags bekam das Thema LTE und damit zusammenhängende Kooperationsmöglichkeiten und die Weiterentwicklung von standardnahen Lösungen für sicherheitskritische Anwendungen. So ausführlich wie zum gegenwärtigen Zeitpunkt das möglich war. Allein dieser Vortrag war es sicher wert, ins ungemütliche Zürich zu kommen. Allerdings lässt die relativ begrenzte Teilnehmerzahl Unterbrechen und sofortiges Nachfragen zu – wo hat man das sonst schon. Übrigens ein Grund, warum der eine oder andere sich gegen eine mögliche Vergrößerung des Formates aussprach.

C. Jones, PageOnezoom
C. Jones, PageOne
D. Villacastin, TPL Systemszoom
D. Villacastin, TPL Systems
 

Teilnehmer von Übersee waren auch anwesend. Hinter mir saß Roy Pottle. Er ist CEO des wohl weltweit zweitgrößten Paging-Betreibers in den USA. Mit Sitz unweit von Dallas, TX. Wie immer etwas verschieden akzentuierte Themen auf beiden Seiten des Ozeans, wobei man von der Kompetenz der US-Kollegen im Gesundheitsbereich immer lernen kann. Wie berichtet, vergrößert American Messaging gerade sein Einzugsgebiet und nähert sich weiter der Flächendeckung an, die wir in Deutschland zum Beispiel haben. Dazu wurde auch zugekauft, siehe Blog-Beitrag.

Wichtiger Teil des zweiten Tages war die mögliche Kooperation mit und auch die Einschätzung der Chancen von (neuen?) Kommunikationslösungen für die prognostizierten vielen Milliarden Dinge des Internet of Things. Die französischen Initiativen Sigfox und Lora scheinen in der Wirklichkeit angekommen zu sein. Der Hype ist etwas abgeklungen und die konkretisierten Teilgeschäftsfelder werden noch genauer in Betracht genommen. Beim Downlink (also vom Sendestandort zu den „Dingen“), bei der Verfügbarkeit von verbindlich und exklusiv zugewiesenen Frequenzbereichen und bei den Geschäftsplänen für den Netzbetrieb gibt es vielleicht mehr als nur einige Probleme des Wachstums. Um so interessanter dort, wo es sich anbietet über Kooperationen mit NP2M nachzudenken. Einige interessante Ideen, die teilweise aus diesem Stadium bereits hinaus sind, sprach David Villacastin aus dem sowohl mit Historie als auch mit Innovation glänzenden Südwesten Frankreichs an. Er ist Managing Director von TPL Systems.

Wie immer waren die Rund-Tisch-Themen zu Marketing- und Technik-Schwerpunkten heiß diskutierte Teile des Europa-Meetings der CMA. Nicht alle Details sollen verraten werden, aber beim Internet-Auftritt ist Besserung gelobt worden. Obwohl … Geheimtipps verkaufen sich manchmal sogar besser.

Dietmar Gollnick

 
 
 
                     
Dietmar Gollnick
 06.04.2017

Die Attraktivität der etwas anderen Kommunikation – unverzichtbar und nicht zu ersetzen

Wir sind nicht Mainstream.

Unsere Unternehmensgruppe ist Mobilfunkbetreiber, landesweit sowohl in Deutschland als auch in Frankreich. Unsere Netzinfrastruktur kann Narrow Band Point to Multipoint (NP2M , ein Teil davon: Paging). Diese Technologie kann viel, aber bei weitem nicht alles. Wie mir bisher noch nie ein Produkt untergekommen ist, das alles kann.

Immer mal wieder streiten wir über den besten Weg, wie wir potenzielle Funkteilnehmer noch besser überzeugen können, gerade e*Message-Dienste zu nutzen. Letztens war wieder einmal solch eine Diskussion. Da wir nichts zu verheimlichen haben, hier ein paar Ergebnisse:

  1. Unabhängigkeit  
  2. Flächendeckung  
  3. Eigenes Netz, ein richtiges Funknetz  
  4. An viele gleichzeitig mit garantierter Zustellzeit  
  5. Downlink  
  6. Easy to Use  
  7. Viele andere Vorteile  
  8. Über den Reiz von All-In-One  
  9. Mehr  Bausteine für All-In-One

Das vollständige Dokument mit ausführlicher Dokumentation und weiterführenden Links finden Sie hier:

Warum NP2M Paging (dt.)
Why NP2M Paging (engl.)

Dietmar Gollnick

 
 
 
Anke Lüders-Gollnick
 30.03.2017

BETD 2017: Kaliforniens Energieminister bei e*Message

Die globale Energie-Elite trifft sich jedes Jahr in Berlin, um im Rahmen der Veranstaltungsreihe Berlin Energy Transition Dialogue (BETD) Konzepte für eine intelligente Energiewende zu gestalten.

Die Bundesregierung und die Deutsche Energie-Agentur (dena), der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) und eclareon veranstalteten am 20. und 21. März 2017 die dritte internationale Energiewende-Konferenz im Auswärtigen Amt, den Berlin Energy Transition Dialogue 2017 (BETD). Unter dem Motto „towards a global Energiewende“ trafen sich internationale Entscheidungsträger der Energie- und Außenpolitik, Industrie, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie die wichtigsten globalen Energieexperten. Sie besprachen die aktuellen Entwicklungen der Energiepolitik, innovative Politikmechanismen, neue Investitionsmöglichkeiten sowie zukünftige Geschäftsmodelle, die sich aus der globalen Energiewende ergeben.

Teilnehmer der BETD-Tour 2017
Teilnehmer der BETD-Tour 2017
R. Weisenmiller (l.) und D. Gollnick (r.)
R. Weisenmiller (l.) und D. Gollnick (r.)
 

Am Dienstag, dem Tag der „Site Events“, besuchte eine größere Delegation den e*Message-Standort in Berlin-Prenzlauer Berg. Die Teilnehmerliste bekamen wir erst einen Tag zuvor. Insofern keine Zeit für Aufregung. Unter den Gästen war auch der Energie-Minister des US-Bundesstaates Kalifornien. Wie sicher bekannt, ist man dort im Südwesten sehr engagiert mit der Verwirklichung von Teilen einer Energiewende befasst. Im Unterschied zu manch anderen Staaten und zur Regierung in Washington. Umso mehr hat uns gefreut, dass Energieminister Robert Weisenmiller gerade auch die Geburtsstätte der Strompager-Lösung als Besuchsziel ausgewählt hatte. Fragen rankten sich unter anderem um die Wirtschaftlichkeit, politische Umsetzbarkeit und Sicherheit der e*Message-Lösung. Übereinstimmung bestand darin, dass man weder mit dem Zollstock das Licht schaltet noch allein mit Smartmeter netzdienlich schalten kann.

Großes Interesse also bei allen Teilnehmern, die dieses Mal u. a. aus Indien, Frankreich, der Ukraine, Südafrika und aus den USA kamen.

Details unserer Präsentation finden sich hier: "Secure and reliable control of distributed entities in the smart grid"

Anke Lüders-Gollnick

 
 
 

Copyright © e*Message 2014 | Impressum | Datenschutz